Daunendecke Schlafstil

Das Wunder der Daunenwärme

Stellen Sie sich vor, Sie gehen im Winter an einem See spazieren und genießen die Natur. Auf dem schon fast zugefrorenen See schwimmt ein Entenpärchen. Sie selbst zittern vor Kälte, doch warum frieren die Enten nicht?

Eine einfache Erklärung, und doch ein Wunder der Natur: Daunen und Federn tragen in sich ein System kleinster Luftkanäle oder Lufteinschlüsse. Luft ist ein sehr schlechter Wärmeleiter und daher ein sehr wirksames Hindernis, wenn es um Wärmeabgabe geht. Warme Luft, die durch den Körper entsteht, wird in diesen Kanälen festgehalten. Daunen und Federn von Wassergeflügel sind gleichzeitig gegen Feuchtigkeit geschützt, so dass ihnen weder Wasser noch Kälte etwas anhaben können.

Diese Wunder der Natur hat sicher der Mensch zunutze gemacht, als ideales Füllmaterial von Bettwaren. Neben der Wärmespeicherung bietet eine mit Daunen gefüllte Bettdecke verblüffende Leichtigkeit, denn 1.000 Daunen wiegen nur ein einziges Gramm! Dazu kommt, dass die Daunen für ein gesundes Mikroklima sorgen: Körperfeuchtigkeit bleibt nicht im Bett hängen, sondern wird nach außen abgeleitet. Noch ein Plus: die Füllkraft regeneriert sich durch einfaches aufschütteln.

Daune ist nicht gleich Daune:

Verwirrung stiften die verschiedenen Bezeichnungen, die über den Anteil an Federn und Daunen Auskunft geben. Nachstehend verraten wir Ihnen, was sich dahinter verbirgt.

Achten Sie beim Kauf auf jeden Fall auf den Zusatz “Original”. Nur so können Sie sicher gehen, dass das Bett ausschließlich neue Federn und Daunen enthält. Da ständig der Kopf des Schläfers auf dem Kissen aufliegt, werden hier viele kräftige Federn benötigt.

Unter der Bezeichnung “original reine Daunen” ist eine Füllung mit einem Daunenanteil von 100 Prozent zu verstehen. “Original Daunen” hat mindestens 90 Prozent, “Original fedrige Daunen” mindestens 50, “Original Dreivierteldaune” mindestens 30, “Original Halbdaunen” mindestens 15 und “Original daunenhaltige Federn” mindestens 9 Prozent Daunenanteil.

Grundsätzlich gilt: Je leichter und bauschiger die Federn, desto besser die Füllung. Deshalb wird die Bettdecke umso teurer, je höher der Daunenanteil ist. Bei minderwertigen Füllungen sind meist zu schwere Federn im Einsatz, die eng aufeinanderliegen und deshalb kaum wärmen und außerdem rasch brüchig werden.

Für Kissenfüllungen ist generell ein höherer Federnanteil, wie “Halbdaune” und “Dreivierteldaune” zu empfehlen. Denn es werden viele kräftige Federn benötigt, die der Belastung des Kopfes standhalten.